Kirche Bipp aktuell / Mai 2026

Am Ostergottesdienst zeigte uns Julia Maria Schneider ihre Bilder. Nach der Präsentation sprach Karin Mayerhofer spontan ein Gedicht zu diesem Bild. Die Bilder und das Gedicht erinnerten mich an die Geschichte im Markusevangelium, in der ein Gelähmter zu Jesus getragen wird.
Ein Gelähmter wird zu Jesus gebracht. Sein körperliches Leiden ist allen ersichtlich. Doch Jesus richtet den Blick zuerst auf das Innere und spricht: „Deine Sünden sind dir vergeben.“ Markus 2,5. Damit zeigt er, wo Heilung ihren Anfang nimmt.
Auch in uns gibt es diese verborgenen Bereiche. Sehnsucht nach Geborgenheit, nach Sinn und nach Frieden. Sehnsucht nach Würde, Leben und Schönheit. Diese tiefen Bedürfnisse finden ihre Erfüllung in der Verbindung und Versöhnung mit Gott. Dort beginnt Ganzwerden. Dort wächst Heilung, die den ganzen Menschen umfasst.
Wenn sich ein Mensch innerlich Gott zuwendet, entsteht Raum für Gottes Geist. Er verbindet, was zerbrochen ist, erfüllt, was leer ist, und trägt das Leben neu. So erfahren wir Gottes heilende und stärkende Kraft wie es im Psalm 147, 3 beschrieben ist: „Er heilt die Menschen, die innerlich zerbrochen sind, und verbindet ihre Wunden.“
Die Knospe ist ein Bild für das innere Geschehen und bringt diese Bewegung zum Ausdruck. Sie steht für den Moment des Öffnens, für den Mut, sich dem Licht auszusetzen. Was verborgen war, darf sich in der Liebe Gottes entfalten. Und genau dort wird neues Leben sichtbar.
Kirche Bipp aktuell / Mai 2026

Matthias Arn
«Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.» (Johannes 15,5)
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